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Bluthochdruck ist Typsache

Dauerhaft zu hoher Blutdruck ist tückisch, aber er ist zum Glück kein Schicksal! Um der ernsthaften Erkrankung vorzubeugen, hilft es, zunächst die Faktoren kennenzulernen, die den Druck in den Gefäßen hochtreiben, und dann die geeigneten Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Den Blutdruck dauerhaft in den „grünen Bereich“ zu bringen, ist selbst dann möglich, wenn die Werte bereits erhöht sind. Ein neu entwickeltes  Behandlungskonzept basiert auf einer ganzheitlichen Typenlehre des Bluthochdrucks. Je nachdem, ob Sie eher ein Stress-Typ, Bauch-Typ oder Chaos-Typ sind, werden die Empfehlungen für Lebensweise, Ernährung und Bewegung sowie auch die Therapie auf die individuelle Konstitution abgestimmt.

Ein Blick auf die Uhr wirkt augenblicklich als Alarmsignal. Es ist ja schon höchste Zeit, jetzt aber hurtig im Galopp zur Bushaltestelle. Geschafft! Schwer atmend und mit spürbar klopfendem Herzen sinkt man auf den Sitz und muss erst einmal wieder runterkommen. Würde jemand jetzt den Blutdruck messen, wäre er sicherlich sehr hoch. Und das ist völlig normal. „Da sich der Druck den Lebensverhältnissen und Erfordernissen anpasst, justiert er sich von Herzschlag zu Herzschlag neu“, sagt Dr. Thomas Breitkreuz, der ärztliche Leiter der Paracelsus Klinik Unterlengenhardt e. V. Im Gehen ist der Druck in den Arterien höher als im Stehen, im Liegen niedriger als im Sitzen. Am niedrigsten ist er nachts beim Schlafen. „Doch auch wenn sich der Blutdruck ständig ändert, schwankt er immer um seinen Grundwert“, erklärt der Mediziner.

Wer diesen Wert ermitteln möchte, muss mehrmals täglich den Blutdruck in Ruhe messen oder eine 24-Stunden-Messung machen. Liegt der Grundwert bei 120/80 mm/Hg, gilt er bei einem 70 Kilogramm schweren Erwachsenen als normal. Aber die Norm ist ein solcher Wert schon lange nicht mehr. Bei ­einem Drittel aller Erwachsenen sind die Werte chronisch erhöht, bei den über 60-Jährigen sind es sogar 60 Prozent.

Die stille Gefahr

Je älter ein Mensch wird, desto wahrscheinlicher ist, dass er einen zu hohen Blutdruck entwickelt. „Die Elastizität der Gefäße, genauer gesagt, der muskulären Innenschicht lässt mit zunehmendem Alter nach“, erklärt Dr. Jakob Gruber, der am Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke die Abteilung für nnere Medizin und Kardiologie leitet. Da Bluthochdruck anfangs oft keine Beschwerden macht, ahnen viele Betroffene gar nichts davon. Und so mancher, der weiß, dass seine Werte konstant erhöht sind, nimmt das oft nicht ernst, nach dem Motto „Hat doch jeder“. „Doch Bluthochdruck ist ein stiller Killer“, warnt die Deutsche Herzstiftung. Vor allem ist er ein hoher Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Muss das Herz ständig mit seiner Muskelkraft gegen den hohen Druck arbeiten, kann das zu Herzmuskelschwäche und Herzinsuffizienz führen. Oft kommt es auch zu Irritationen des Reizleitungs­systems und so zu Herzrhythmusstörungen.in anhaltend erhöhter Blutdruck schädigt zudem die zarte Innenhaut der Gefäße. Reißt dieses Endothel ein, können sich noch schneller Ablagerungen bilden“, erklärt der Allgemeinmediziner Dr. Christian Engelbert in seinem Buch „Diagnose Bluthochdruck“ (Herbig Verlag). Dann kann sich schnell ein Blutgerinnsel bilden. Vergrößert sich dieser anfangs kleine Thrombus und verschließt ein Gefäß, drohen Schlaganfall, Hirnblutung und Herzinfarkt.

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