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Gürtelrose ganzheitlich lindern

Das Herpes-Zoster-Virus lauert nach einer Windpocken-Infektion viele Jahre im Körper. Die unangenehmen bis gefährlichen Beschwerden einer Gürtelrose kann es verursachen, sobald das Immunsystem geschwächt ist. Hier setzen die komplementären Therapien der Naturheilkunde an.

Starke Nervenschmerzen und ein roter Hautausschlag in der Akutphase mit unerträglich juckenden Bläschen: Herpes Zoster, so der medizinische Fachausdruck für Gürtelrose, ist gleich doppelt unangenehm. Vor allem ältere oder immungeschwächte Menschen erkranken daran. Dies geschieht aber nur, wenn sie als Kind oder im Jugendalter Windpocken hatten und somit Varizella Zoster, ein Virus aus der Herpes-Gruppe, in sich tragen (siehe Kasten Seite 46). Weil dies hierzulande bei rund 90 Prozent der Menschen der Fall ist, steigt in unserer älter werdenden Gesellschaft die Zahl der Gürtelroseerkrankungen immer weiter. Zwar können emotionale Erschütterungen, eine Lungenentzündung, körperliche Anstrengung oder auch eine Chemotherapie bei Krebs „konkrete“ Auslöser eines Gürtelrose-Ausbruchs sein, dennoch liegt die eigentliche Ursache in einem insgesamt geschwächten Immunsystem.

So erklärt sich auch, dass grundsätzlich etwa ab dem 60. Lebensjahr das Risiko ansteigt, an Gürtelrose zu erkranken: Mit zunehmendem Alter lässt die Kompetenz des Immunsystems nach. Auch ständiger Stress und Stoffwechselblockaden schwächen das körpereigene Abwehrsystem.

Je schneller Gürtelrose erkannt und behandelt wird, desto größer ist die Chance, sie rasch und folgenlos zu überwinden. „Unbehandelt können die typischen Schmerzen, die durch die Nervenschädigung entstehen, wochenlang anhalten – auch wenn der Hautausschlag längst abgeheilt ist“, sagt Dr. med. Ulf Riker, Facharzt für Innere Medizin und Homöopath aus München. „Zögern Sie deshalb nicht, schon mit ersten Anzeichen Ihren Arzt aufzusuchen oder gehen Sie am Wochenende in eine Notfallpraxis oder in die Krankenhaus-Notaufnahme.“

Der Name Gürtelrose leitet sich von dem Hautausschlag ab, der sich in vielen Fällen entlang der Nervenbahnen auf einer Seite der Taille ausbreitet. Mitunter treten die schmerzenden Bläschen – fast immer halbseitig – aber auch an anderer Stelle des Körpers auf, etwa am Brustkorb, an den Armen, am Kopf oder im Gesicht. Vor allem in Augen- und Ohrennähe (Gesichtsrose) sollte schnellstmöglich ein Arzt zu Rate gezogen werden, um das Risiko für bleibende Schäden an den Sinnesorganen zu reduzieren.

Am wirksamsten ist die Therapie, wenn sie innerhalb der ersten drei Tage nach dem Auftreten der ersten Bläschen einsetzt. Meist verordnen Mediziner dann ein Virostatikum, also ein Medikament, das die Vermehrung der Viren hemmen soll, Schmerzmittel sowie spezielle Salben oder Lotionen, um den Juckreiz zu stillen und die Bläschen auszutrocknen. Ergänzend eingesetzte Naturheilmittel beschleunigen die Ausheilung und unterstützen die Genesung. Sie können gut zusammen mit der konventionellen Therapie eingesetzt werden, die Patienten sollten die Medikation dennoch auf jeden Fall genau mit ihrem Arzt oder Heilpraktiker besprechen.

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Foto: aslysun / shutterstock.com