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Hausmittel – Heilkraft aus der Küche

Kartoffeln, Essig, Öl, Äpfel und Zitronen – zahlreiche ganz gewöhnliche Lebensmittel entfalten „nebenbei“ ihre heilsame Wirkung und haben sich als Hausmittel bei vielerlei Indikationen von Kopf bis Fuß bestens bewährt. Wir stellen Ihnen unsere Top 10 für winterliche Beschwerden vor.

1. Kartoffelauflage – bei Nasennebenhöhlenentzündung

Kann der Schleim, den die Nase aufgrund eines Schnupfens zur Selbstreinigung produziert, nicht abfließen, sammelt er sich in den Nasennebenhöhlen. Falls sich dort Erreger ausbreiten, können sich die Schleimhäute der Nasennebenhöhlen entzünden. Eine Kartoffelauflage kann bei einer solchen Sinusitis helfen. Das Quercetin aus den Kartoffelschalen wirkt entzündungshemmend, und die feuchte Wärme aus den frisch gekochten Kartoffeln dringt tief in das Gewebe ein. Dadurch verbessert sich die Durchblutung, womit mehr Abwehrstoffe in den behandelten Bereich gelangen.  

Anwendung: Kochen Sie zwei Kartoffeln weich, zerdrücken Sie jede auf einem Blatt Küchenpapier und schlagen Sie die Seiten wie kleine Päckchen ein. Anschließend legen Sie die Päckchen auf die Wangen und lassen die Wärme eine Viertelstunde wirken.

2. Espresso mit Zitronensaft – bei Kopfschmerzen

Migräne, weil der Weihnachtstrubel zu viel ist, ein Kater, weil Sekt und Wein an Silvester allzu gut geschmeckt haben, oder Kopfschmerzen, weil ein Wetterwechsel ansteht – kennen Sie das? Dann versuchen Sie es doch mal mit Espresso! Und zwar ohne Zucker oder Milch, dafür mit dem Saft einer halben Zitrone. Das im Kaffee enthaltene Koffein verengt die Blutgefäße im Gehirn und blockiert ein Enzym, das Botenstoffe zur Schmerzweiter­leitung über die Nerven ausschüttet, sodass der Schmerz nicht mehr so stark wahrgenommen wird. Und das Vitamin C aus der frischen Zitrone regt die Bildung von Botenstoffen an, die den Schmerz sehr schnell lindern. Zudem nimmt der Darm durch die in dem Saft enthaltene Zitronensäure mehr Koffein auf, wodurch sich der positive Kaffeeeffekt verstärkt.

Anwendung: Bereiten Sie eine Tasse Espresso zu und vermischen Sie ihn mit dem frisch gepressten Saft einer halben Zitrone.

3. Apfelessig mit Kräutern– zur Infektabwehr

Winterzeit ist Erkältungszeit. Spätestens wenn alles um einen herum niest und hustet, ist es Zeit für eine Kur mit einem Kräuter-Apfelessig. Der Essig aus vergorenem Apfelwein enthält reichlich Milchsäurebakterien, die sich günstig auf die Darmflora und damit auf das Immunsystem auswirken, das ja zu 80 Prozent im Darm angesiedelt ist. Küchen- und Wildkräuter wirken antibakteriell.

Anwendung: Für den Kräuter-Apfelessig benötigen Sie einen halben Liter naturtrüben Apfelessig in Bio-Qualität und jeweils einen Esslöffel getrocknete Blätter von Kräutern wie Spitzwegerich, Thymian, Rosmarin, Salbei, Minze und Schafgarbe. Die grob gehackten Kräuter werden zusammen mit dem Apfelessig in ein großes Schraubglas oder eine weithalsige Flasche gefüllt. Diesen Ansatz  lassen Sie zwei bis drei Wochen bei Zimmertemperatur stehen und schütteln ihn immer wieder durch. Danach die Kräuter abseihen. Zur Immunstärkung geben Sie einen Teelöffel in ein halbes Glas Wasser und süßen nach Wunsch mit etwas Honig. Kurmäßig trinken Sie die Mischung einmal täglich, wobei Sie nach drei Wochen eine einwöchige Pause einlegen sollten. Bei akuten Beschwerden können Sie auf dreimal täglich erhöhen.

Interessantes am Rande: Das Rezept, das auch unter dem Namen Räuberessig oder Pestessig bekannt ist, stammt aus Frankreich. Angeblich wurde die Mischung von einer Räuberbande genutzt, die sich damit während der Pest vor Ansteckung schützte. Nachdem die Räuber gefangen worden waren, verrieten sie ihr Geheimrezept und gingen dadurch straffrei aus. Ihr Rezept für eine antibakterielle Kräuteressig-Mixtur verbreitete sich daraufhin in vielfachen Variationen in ganz Europa.

Den kompletten, ausführlichen Beitrag mit vielen wissenswerten Hintergundinformationen lesen Sie in unserem Magazin natürlich gesund und munter 01/2024

 

Foto: YelenaYemchuk / iStock.com