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Kraftorte in der Natur

Die Lichtung am Bachlauf, der Felsvorsprung mit Blick in die Ferne, die kleine alte Kapelle, die Sitzbank im Schatten der urigen Eiche – Plätze, an denen wir gern verweilen, sind oft ganz besondere Kraftorte. Sie zu erkennen und ihre wohltuende Wirkung bewusst zu nutzen, ist eine wunderbare Bereicherung.

Wald, Wiesen, Berge, Gewässer oder Höhlen – die natürliche Umgebung wirkt schon an sich positiv auf uns Menschen. Der Blick ins Grüne wirkt harmonisierend. Die frische Luft im Wald oder die natürlichen Aerosole an einem Wasserfall, die beim Aufprall des Wassers auf Felsen entstehen, stärken das Immunsystem und können nachweislich Allergiker und Asthmatiker aufatmen lassen.

Darüber hinaus gibt es aber Orte, die sind weit mehr als das: Ihre Einzigartigkeit löst bei uns Faszination und nicht selten Ergriffenheit aus. „Wenn wir hier sind, fühlen wir uns wieder geerdet und eingebunden in das große Ganze. Wir bekommen den Kopf frei und erhalten neue Perspektiven auf unseren Alltag. Wir tanken Kraft, sind vitaler und ausgeglichener, kommen wieder in Kontakt mit uns selbst“, so die Erfahrung von Tanja Dränert, die sich als systemische Kinesiologin und Naturcoach intensiv mit der Entdeckung und der Nutzung persönlicher Kraftorte beschäftigt hat. In ihrem Buch „Dein magischer Platz. Das Kraftort-Coaching“ (Mankau Verlag) hat sie ihre Erfahrungen und Ideen sowie eine Vielzahl an Herangehensweisen zusammengefasst.

Was ist ein Kraftort?

Wie ein Ort erlebt wird, fällt von Mensch zu Mensch unterschiedlich aus: Der eine erfährt Stärkung in der andächtigen Stille einer kleinen Kapelle. Für andere sind Kirchen stressbesetzt und damit kein guter Rückzugsort. Sie besteigen lieber einen Berggipfel und tanken Kraft beim unerschöpflichen Blick in die Weite. Ganz ähnlich kann ein Platz am Wasser für den einen erquicklich sein und beim anderen Unbehagen auslösen.

Welcher Platz beruhigt, stärkt oder gar das Bewusstsein erweitert, muss also jeder für sich selbst herausfinden. Auch die Definition von Tanja Dränert bezieht sich mehr auf die persönliche Empfindung als auf allgemeingültige Merkmale: „Ein Kraftort ist ein Ort, der es uns aufgrund seiner energetischen Beschaffenheit ermöglicht, wieder in unsere innere Mitte, in unsere Kraft zu kommen.“

Um die Qualität eines Ortes zu erleben, braucht es ihrer Meinung nach keine große Reise – etwa nach Stonehenge in Großbritannien oder zu den Maya-Pyramiden in Mexiko. „Ich habe zahlreiche für ihre Kräfte bekannte Plätze in aller Welt aufgesucht – alte Kultstätten, Naturdenkmäler, Klöster oder auch Pilgerstätten – und habe festgestellt, dass ich oft anders empfinde, als in Büchern und Berichten beschrieben“, erklärt Dränert. Von einigen bekannten Kraftorten, die inzwischen regelrechte Massenwallfahrten auslösen, war sie sogar enttäuscht. Andere, völlig unspektakuläre und unbekannte Plätze berührten sie hingegen zutiefst. Die heute 51-Jährige ist überzeugt: Mit etwas Zeit und Neugier können uns persönliche Kraftorte ganz in der Nähe begegnen – im nahegelegenen Wald oder in der Umgebung des Wohnorts.

Den kompletten, ausführlichen Beitrag mit vielen wissenswerten Hintergundinformationen lesen Sie in unserem Magazin natürlich gesund und munter 04/2023

 

Foto: Tanja Dränert