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Wenn der Schlaf immer wieder gestört ist

Grundlage unseres Wohlbefindens ist ein gesunder Schlaf. Denn nur, wenn wir tief und ausreichend lange schlafen, können Körper und Geist sich erholen. Deshalb ist es so wichtig, Schwierigkeiten beim Ein- und Durchschlafen auf den Grund zu gehen.

„Erst kann ich nicht einschlafen, dann wache ich immer wieder auf und liege stundenlang wach.“ Schlafschwierigkeiten dieser Art kennen wohl viele. Treten sie nur gelegentlich auf, etwa weil eine Reise oder eine Prüfung bevorsteht, ist dies kein Grund zur Beunruhigung. Ist aber über Wochen hinweg der Schlaf gestört, dann macht sich die mangelnde Nachtruhe auch tagsüber durch nervöse Unruhe, Konzentrationsprobleme und ständige Erschöpfung bemerkbar. Dr. Isabel Bloss behandelt in ihrer naturheilkundlichen Praxis Schlafstörungen ganzheitlich. Denn nicht nur Stress und ein ungünstiger Lebensstil können den Schlaf nachhaltig beeinträchtigen. Auch weniger bekannte Ursachen wie etwa eine Nebennierenschwäche oder eine träge Leber wirken sich mitunter negativ auf den Nachtschlaf aus.

Fallbeispiel 1: Nervöse Unruhe

Eine alleinerziehende Lehrerin mit zwei pubertierenden Kindern suchte wegen Ein- und Durchschlafstörungen meinen Rat. Sie finde nur schwer in den Schlaf, schrecke mehrmals pro Nacht auf und liege dann immer lange wach. Tagsüber sei sie sehr erschöpft und unkonzentriert. Zudem fühle sie sich stark verspannt, vor allem im Bereich der Halswirbelsäule.

Meine Herangehensweise: Zunächst veranlasste ich eine Laboruntersuchung, um abzuklären, ob die massiven Schlafprobleme möglicherweise eine körperliche Ursache haben. Das große Blutbild sowie die Nieren- und die Leberwerte lagen im Normbereich, ebenso die Schilddrüsenwerte und der Eisenspeicher (Ferritin-Wert). Gerade sie sind wichtig für die Diagnose, da sowohl eine Schilddrüsenüber-, als auch eine -unterfunktion und niedrige Eisenspeicher das Durchschlafen beeinträchtigen. Vitamin B6 war an der unteren Grenze, bei Vitamin B12 war sie im Mangel. Im therapeutischen Gespräch wurde mir zudem klar, dass der Lebensstil der Patientin viel zu ihrem Schlafproblem beitrug.

Mein Behandlungsansatz: Zum einen sprach ich mit der Lehrerin über ihre Lebensweise, zum anderen verordnete ich ihr naturheilkundliche Medikamente, die ihr dabei helfen konnten, zur Ruhe zu kommen.

Die Frau war ständig sehr nach außen orientiert, sie nahm sich nur sehr wenig Zeit für sich. Mein Rat an sie, um gezielt zu entspannen lautete deshalb: „Erlernen Sie Yoga.“ Speziell das ruhige und passive Yin Yoga tut gestressten Menschen erfahrungsgemäß gut. ­Eine bewährte Alternative sind Achtsamkeitsmeditationen, die rund ein bis zwei Stunden, bevor man zu Bett gehen möchte, absolviert werden, und zwar über einen Zeitraum von etwa vier Wochen. Sie verbessern nachweislich die Fähigkeit durchzuschlafen. Mit dem Meditieren konnte sich die Lehrerin nicht anfreunden, aber mit Yoga kam sie sehr gut zurecht. Sie praktiziert es inzwischen regelmäßig am Abend. Das hilft ihr sehr, zur Ruhe zu kommen. Da der Schlaf leichter kommt, wenn man den Körper tagsüber müde gemacht hat, sollte die Lehrerin zudem versuchen, mehr Sport zu treiben. Deshalb fährt sie jetzt häufig mit dem Rad zur Schule. Durch die Bewegung im vormittäglichen Sonnenlicht bildet das Gehirn nämlich das Glückshormon Serotonin, das in der Dunkelheit der Nacht in der Zirbeldrüse in das Schlafhormon Melatonin umgewandelt wird.

Unterstützt wurde das Ganze durch eine sechswöchige Kur mit mehreren naturheilkundlichen Medikamenten. Vitapas B complex (von Pascoe) enthält die wichtigsten acht B-Vitamine. Damit glich ich den zu niedrigen Vita­min-B6- und den B12-Spiegel aus und verbesserte gleichzeitig die Schlafqualität. Vitamin B12 ist nämlich an der Produktion der Schlafhormone Melatonin und Serotonin beteiligt, während ein Vitamin-B6-Mangel zu erhöhtem psychischem Stress und damit zu Schlaflosigkeit führen kann. ­Pascoflair (ebenfalls von Pascoe) enthält Passionsblume. Deren Inhaltsstoffe wirken sich auf den Nervenbotenstoff GABA im Gehirn aus, der wiederum Nervenreaktionen dämpft und so Unruhe, Anspannung und Ängste verringert. Zudem bekam die Lehrerin Magnesium in Form von Magnesiumcitrat (zum Beispiel Magnesiumcitrat 120 von Nicapur), um ihre Verspannungen im Nackenbereich zu lösen. Von Pascoflair nahm sie morgens nach dem Frühstück und abends nach dem Abendessen eine Tablette mit 425 Milligramm Passionsblumenextrakt ein. Vom Magnesiumpräparat sollte sie täglich etwa eine Stunde vor dem Schlafengehen eine Tablette einnehmen, dazu dreimal pro Woche eine Tablette Vitapas B complex. Schon nach zwei Wochen zeigte die Kur erste Erfolge. Die Lehrerin konnte besser durchschlafen – sie war statt viermal die Nacht nur noch zweimal wach –, zudem war sie tagsüber belastbarer und konnte sich besser konzentrieren.

Den kompletten, ausführlichen Beitrag mit vielen wissenswerten Hintergundinformationen lesen Sie in unserem Magazin natürlich gesund und munter 04/2023

 

Foto: lemono / iStock.com